Sixpack gibt „Masterplan Gewerbe und Infrastruktur“ in Auftrag

Die Bürgermeister der sechs Kommunen des Rheinischen Sixpack haben nunmehr als wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung, sowie den strategischen Strukturwandel eine renommierte Planungsgesellschaft mit der Erstellung eines kooperativen „Masterplanes Gewerbe und Infrastruktur“ beauftragt.

Inhaltlich wird es im Wesentlichen darum gehen, die Potenziale zur Qualifizierung von bestehenden und zukünftigen Gewerbe- und Industrieflächen sowie Verkehrsinfrastrukturen der sechs Kommunen aufzuzeigen und weiterzuentwickeln.

Im Februar beginnend, wird bis zum Spätherbst 2020 mit dem Abschluss der Arbeiten an dem Masterplan gerechnet.

Im Mai diesen Jahres wird das Rheinische Sixpack auch auf der Messe Polis Convention im Areal Böhler vertreten sein.

Des Weiteren hat sich die Arbeitsgemeinschaft durch Einsatz eines Projektkoordinators strategisch verstärkt, um die gemeinsamen Aktivitäten zu bündeln.

(v.l.n.r.) Klaus Krützen (Bürgermeister Grevenbroich), Sascha Solbach (Bürgermeister Bedburg), Michael Robens (Stadt Bergheim); Dr. Martin Mertens (Bürgermeister Rommerskirchen), Dr. Ruth Laengner (Stadt Bergheim), Heinz Laumann (Projektkoordinator) und Harald Zillikens (Bürgermeister Jüchen)

Rheinisches Sixpack intensiviert Zusammenarbeit

Sixpack firmiert jetzt als Arbeitsgemeinschaft

Der bevorstehende Strukturwandel ist eine Herausforderung, die es in dieser Form für die hiesige Region noch nicht gegeben hat. Es müssen jetzt Weichenstellungen vorgenommen werden, die weit in die Zukunft wirken werden.

Das „Rheinische Sixpack“ hat bereits seit 2014 – u.a. im Hinblick auf die Arbeit der sog. „Kohlekommission“ – Strategiepapiere entwickelt sowie die Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Akteuren gesucht, um die Belange der Region deutlich zu machen.

Die zusätzlichen Aufgaben, die sich aus der Arbeit des Sixpacks ergaben, z.B. die Präsenz auf Messen und Veranstaltungen sowie Konzeptionsentwicklungen – wurden bislang mit Bordmitteln in den jeweiligen Kommunen gestemmt.

Die Mitgliedskommunen haben nunmehr zur Optimierung der Bewältigung des Strukturwandels die bereits informell bestehende interkommunale Zusammenarbeit in dieser Gebietsstruktur durch die Gründung der Arbeitsgemeinschaft verfestigt. Hierbei sollen insbesondere die Zusammenarbeit bei der Akquise von Fördermitteln und der gemeinsame Ausbau von Gewerbe-/ Industrieflächen sowie von Infrastrukturprojekten im Fokus stehen. Dies soll begleitet werden durch ein gemeinsames Auftreten als Arbeitsgemeinschaft gegenüber Dritten. Erstmals wird dies bei der bevorstehenden Immobilienmesse Expo Real in München geschehen.

„Die Intensivierung der Zusammenarbeit als Arbeitsgemeinschaft ist auch Beleg dafür, dass das Sixpack ein wichtiger regionaler Akteur bei der Bewältigung des Strukturwandels bleibt“, so die Bürgermeister der sechs Partnerkommunen.

Rheinisches Sixpack zu Gast in Rommerskirchen

Der Planungsverbund „Rheinisches Sixpack“ – bestehend aus den Kommunen Bedburg, Bergheim, Grevenbroich, Jüchen, Elsdorf und Rommerskirchen – traf sich zu einem Austausch im Rommerskirchener Rathaus. Ziel des Gesprächs war, gemeinsam über den Strukturwandel im Rheinischen Revier sowie der Schaffung von Arbeitsplätzen zu beraten.

Unter anderem nahmen an diesem Gespräch auch Vertreter des „Think-Tanks Rheinland“ teil, um den Planungsverbund unter anderem über die Produktion von Batteriezellen zu informieren. „Die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit der Kommunen im ‚Rheinischen Sixpack‘ ist besonders wichtig. Nur gemeinsam können wir den Herausforderungen des Strukturwandels im Rheinischen Revier begegnen“, so die Bürgermeister übereinstimmend.

Ebenfalls auf der Agenda stand ein Austausch mit der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR), bei dem die Bürgermeister ihrer Forderung nach mehr Mitbestimmung in der Agentur erneut Ausdruck verliehen haben.

Rheinisches Sixpack legt integriertes Handlungskonzept bei der „Kohlekommission“ vor

Der Planungsverbund „Rheinisches Sixpack“ wurde im Jahr 2014 von der Gemeinde Rommerskirchen und der Stadt Bedburg initiiert. In den beiden Jahren bis 2016 folgten die Kommunen Bergheim, Grevenbroich, Jüchen und Elsdorf. Gemeinsam bilden sie einen regierungsbezirksübergreifenden Planungsverbund in Nordrhein-Westfalen. Er umfasst über 200.000 Einwohner auf einer Fläche von insgesamt 480 km2.

Die Initiatoren des Planungsverbundes hatten bereits 2014 das bevorstehende Ende der Braunkohleverstromung als besondere Herausforderung für die gesamte Region verstanden.

Allerdings standen 2014 noch ganz andere Zeitläufe für den Ausstieg aus der Braunkohle als 2019 zur Debatte. Der möglicherweise jetzt doch raschere Ausstieg aus der Braunkohle hat das „Rheinische Sixpack“ nur darin bestärkt, sich noch intensiver mit den Zukunftsszenarien auseinanderzusetzen.

„Mit der politischen Entscheidung zum Kohleausstieg ergeben sich mittel- bis langfristig nicht nur erhebliche Folgen für die deutsche Energiewirtschaft und -versorgung, sondern es ist darüber hinaus mit tiefgreifenden regionalstrukturellen Einschnitten in den Regionen zu rechnen“, sind sich die Bürgermeister der sechs Kommunen des Planungsverbundes einig.

Mit Hochdruck hat der Planungsverbund daher ein „Integriertes Handlungskonzept“ für die Kommunen des „Rheinischen Sixpacks“ erarbeitet. Dieses gilt als Basis für die weitere konzeptionelle und planerische Zusammenarbeit des Sixpacks. Es stellt die Schwerpunktthemen dar, auf die sich die regionale Kooperation in den folgenden Jahren fokussieren soll, um den Herausforderungen, die sich aus dem Ende der Braunkohle ergeben werden, effektiv begegnen zu können und nicht zuletzt vor allem auch gemeinsam die sich daraus ergebenden Chancen wahrzunehmen.

Die beteiligten Kommunen wollen die erfolgreich gestartete interkommunale Kooperation – über Regierungsbezirksgrenzen hinweg – verstetigen und Vertiefen. In einem gemeinsamen Schreiben legen die Bürgermeister nun der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (kurz: Kohlekommission), das Handlungskonzept vor.

„Wir benötigen personelle und finanzielle Ressourcen, um Konzepte weiter zu entwickeln und Projektideen zur Umsetzungsreife zu bringen. So können z.B. Experimentierräume für wissensorientierte Dienstleistungen und technologiebasierte Produkte mit Schnittstellen zu Universitäten und Fachhochschulen geschaffen, innovative Wege bei der Bereitstellung von Siedlungsflächen für neue Wohnformen beschritten werden, die z.B. auf interagierenden Konzepten von Urbanität und dörflicher Gemeinschaft fußen können. Dazu gehören auch neue Verkehrsinfrastrukturen und Mobilitätskonzepte für die Anbindung an die umliegenden Oberzentren.“ ,heißt es in dem Anschreiben.

Und die Bürgermeister sind sich einig: „Der präventive Strukturwandel muss jetzt angegangen werden, dazu wollen wir auch mit der Wirtschaft vor Ort im Dialog bleiben.“

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